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Durchgängige Asphaltierung des Altmühltal-Radweges zwischen Eßlingen und Beilngries

Landratsamt Eichstätt / Hochbauamt

Landschaftspflegerische Begleitplanung
FFH-Verträglichkeitsabschätzung
Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 3c UVPG
Landschaftspflegerische Begleitplanung
Planung: 2012-2013
Länge: 27 km
in Zusammenarbeit mit:
ÖFA Schwabach (Artenschutz)

Das Landratsamt Eichstätt beabsichtigt zwischen Eßlingen und Beilngries, zwecks Verbesserung der Sicherheit und des Fahrkomforts, den vorhandenen in Teilabschnitten noch geschotterten Altmühltal-Radweg durchgängig zu asphaltieren.

Aufgrund der Lage der betroffenen Teilstrecken des Radweges innerhalb des Naturparks Altmühltal, des FFH-Gebietes 'Mittleres Altmühltal mit Wellheimer Trockental und Schambachtal' sowie des Vogelschutzgebietes 'Felsen und Hangwälder im Altmühltal und Wellheimer Trockental' waren neben der Landschaftspflegerischen Begleitplanung auch eine FFH-Verträglichkeitsabschätzung sowie eine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß UVPG zu bearbeiten.

In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Eichstätt lag der Fokus der faunistischen Untersuchungen auf der Tiergruppe der Amphibien und Reptilien. Anhand von Geländeerhebungen sowie der Auswertung von Sekundärdaten konnten mehrere Bereiche im Vorhabengebiet abgegrenzt werden, in denen es im Zuge der Asphaltierung zu einer Beeinträchtigung vorhandener Austauschbeziehungen dieser beiden Tiergruppen kommen könnte. In diesen Fällen wurde auf eine Asphaltierung der Wegedecke verzichtet.
Im Fall, dass der Radweg in der Weise verläuft, dass auf einer Seite intensiv genutzte land- oder forstwirtschaftliche Nutzung vorliegt und auf der anderen Seite naturschutzfachlich wertvolle Strukturen angrenzen, wird der Radweg - sofern es die Eigentumsverhältnisse sowie die topografische Situation zulassen - einseitig in Richtung der naturschutzfachlich geringwertigeren Nutzung erweitert.
Anhand des 'Radwegepapiers' aus Oberfranken wurde der erforderliche Ausgleichsflächenbedarf für die geplante Baumaßnahme ermittelt. In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Eichstätt wurden landschaftspflegerische Maßnahmen im Umfang von ca. 1,0 ha räumlich verortet, die in absehbarer Zeit realisiert werden sollen.

Geobasisdaten: © Bayerische Vermessungsverwaltung 2014
Abb. Grasfrosch Creative Commons Attribution-ShareAlike vgl. Link auf Bild