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Felssicherungsmaßnahmen an der Burgruine Wellheim

Landratsamt Eichstätt

FFH-Verträglichkeitsabschätzung
Relevanzprüfung der artenschutzrechtlichen Belange
Planung: 2016
Länge: 0,12 km
in Zusammenarbeit mit:
ÖFA Schwabach (Artenschutz)

Nachdem sich bei der Ortseinfahrt nach Wellheim ein Felsblock aus der Böschung gelöst hatte und auf dem Fahrbereich landete, wurden im Jahr Maßnahmen zur Sicherung bei 16 Felsen westlich der EI 5 durchgeführt.

Für das aktuelle Vorhaben plant das Staatliche Bauamt Ingolstadt darüber hinaus weitere Felssicherungsmaßnahmen an dem im Bereich der Burgruine Wellheim vorliegendem Felssockel. Hierzu wurde von der geobay Partnerschaftsgesellschaft (Pocking) eine Felsbegutachtung durchgeführt und eine fachtechnische Stellungnahme erstellt. Die geplanten Maßnahmen beinhalten eine Räumung im Felsböschungsbereich, um lose Steine zu entfernen. Außerdem werden die zu sichernden Bereiche gerodet. Es wird ein Steinschlagschutzzaun installiert, unterhalb der Schutzzäune wird der Böschungsbereich durch ein Stahldrahtgeflecht gesichert. Punktuelle Sicherung mit z. B. Spritzbeton erfolgt zur Sicherung größerer Kluftkörper.

Das Vorhaben liegt im FFH-Gebiet 7132-371 "Mittleres Altmühltal mit Wellheimer Trockental und Schambachtal" und im SPA-Gebiet (Vogelschutzgebiet) "7132-471 "Felsen und Hangwälder im Altmühltal und Wellheimer Trockental". Demzufolge wurde eine FFH-Verträglichkeitsabschätzung erforderlich, um vor Durchführung der Felssicherungsmaßnahmen zu überprüfen, ob diese mit den Erhaltungszielen des FFH-Schutzgebietes und des Vogelschutzgebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung (gemäß FFH-RL) verträglich sind. Zur Berücksichtigung der artenschutzrechtlichen Belange wurde darüber hinaus in einer Relevanzprüfung geklärt, inwieweit die Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 BNatSchG i.V.m. der EU-Vogelschutzrichtlinie und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie erfüllt sind.

Im Ergebnis wurden erhebliche Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des FFH-Gebiets und des Vogelschutzgebiets ausgeschlossen, so dass keine weitergehende FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich war. Auch die oben genannten Verbotstatbestände waren nicht erfüllt.

Geobasisdaten: © Bayerische Vermessungsverwaltung 2017